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Kastenfenster in Berliner Altbau © Rolf Handke PIXELIO www.pixelio.de

Kein anderes Fenster prägt so sehr das Antlitz zahlreicher Berliner Häuser wie das Kastenfenster. Hier in der Hauptstadt ist es nämlich der am meist verbaute Fenstertyp, da es  bis heute an ca. 1 Millionen Häusern vorfindbar ist. Als vor mehr als Hundert Jahren in Berlin viele Bauten entstanden, war das Kastenfenster eine moderne Fensterkonstruktion. Inzwischen sieht das ganz anders aus, wenn man die Dämmwirkung als zentrales Qualitätsmerkmal zugrunde legt. Schließlich entsprechen alte Kastenfenster schon längst nicht mehr der staatlich vorgeschriebenen Energiesparverordnung (EnEv). Trotz ihres stolzen Alters können aber 90 % davon problemlos runderneuert werden – und ein Altbau behält somit sein zentrales Gestaltungsmerkmal bei gleichzeitig entschieden verbesserter Energieeffizienz.

Fenster mit oftmals schlechter Dämmwirkung: Kastenfenster

Ein Kastenfenster erkennt man sofort an seinen beiden Doppelfenstern, die miteinander einen abgeschlossen „Kasten“ bilden. Je nach Öffnung der beiden Fenster unterscheidet man hier zwischen Berliner beziehungsweise Wiener Fenster oder Hamburger beziehungsweise Grazer Fenster. Bei einem Berliner/Wiener Fenster gehen immer beide Flügel nach innen auf, bei einem Hamburger/Grazer Fenster geht hingegen der äußere nach außen und nur der innere nach innen auf. Ästhetisch gleichen sie sich aber, da sie aus der gleichen Zeit stammen. Denn seit inzwischen über 200 Jahren prägt das Kastenfester Altbauten in ganz Mitteleuropa. Da aber viele dieser Fensterkonstruktionen schon sehr lange Altbauten zieren, ist dementsprechend auch ihre Dämmwirkung weit hinter modernen Neubaustandards liegend.

Eine Modernisierung der „Urberliner Fenster“ zahlt sich entschieden aus

Bei vielen in Berlin verbauten Kastenfenstern beträgt der sogenannte U-Wert, der Aufschluss über die Dämmwirkung eines Fensters gibt, 2,8 bis 3,3. Vorgeschrieben ist bei sanierten Altbauten durch die Energieeinsparverordnung jedoch ein U-Wert von mindestens 1,3. Hier sieht man augenscheinlich, dass alte Kastenfenster wahre Kostentreiber bei den Gas- oder Ölausgaben eines Haushaltes sind. Aufgrund stetig steigender Öl- und Gaspreise macht daher eine Erneuerung der Kastenfenster entschieden Sinn. Schließlich verbessert sich dadurch die Energiebilanz enorm. Somit spart man bei der Jahr für Jahr aufzubringenden Heizkostenrechnung bares Geld ein – und leistet auch noch einen positiven Beitrag für einen Erhalt unseres Klimas.

Bei Modernisierung der Fenster möglichst immer das Kastenfenster erneuern

Um das Erscheinungsbild des Hauses nicht maßgeblich zu verändern, sollte man möglichst nicht die kompletten Kastenfenster durch Einfachfenster mit Isolierverglasung ersetzen. Aus ästhetischen Gründen ist es immer besser eine Runderneuerung vorzunehmen. Erwiesenermaßen halbiert sich dadurch schon der U-Wert. Werden darüber hinaus auch noch neue Isolierglasscheiben eingesetzt, so kann man problemlos einen U-Wert von 1,1 erzielen. Auch kann man sicher sein, dass die hierbei entstehenden Kosten einen vertretbaren Rahmen nicht überschreiten. Auf diese Art erhält die Gebäudehülle eines Altbaus eine moderne Dämmwirkung, ohne ihr ureigenes Charakteristikum zu verlieren – ihr stilprägendes Kastenfenster.

Bei jeglichen Fragen rund um Modernisierung von Kastenfenstern stehen wir Ihnen gerne jederzeit zur Verfügung. Kontaktieren Sie uns einfach ganz unverbindlich!